Damit Sie leicht, sicher und mit Freude üben können
Um das Entdecken von Bewegung angenehm, spannend und wirkungsvoll zu machen, gelten in meinen Stunden einige klare – und sehr freundliche – Spielregeln:
Suchen Sie sich einen ruhigen, ungestörten Platz auf dem Boden.
Eine dünne Matte oder Decke als Unterlage ist ideal.
Nutzen Sie den Boden als Ihren Partner: Er gibt Ihnen Rückmeldung, wie Sie liegen, tragen und sich bewegen.
Hinweis: Wir arbeiten überwiegend im Liegen auf dem Boden.
Gehen Sie bei allen Richtungsangaben immer von sich selbst aus:
oben = Richtung Scheitel
unten = Richtung Füße
vorn = Richtung Zimmerdecke
So bleiben Sie gut bei sich und in Ihrem Körper.
Führen Sie alle Bewegungen langsam und aufmerksam aus.
Wahrnehmung braucht Zeit – nur so kann Ihr Nervensystem unterscheiden und Neues lernen.
Sie bestimmen Ihr eigenes Tempo.
Verstehen Sie die Anleitungen als Bewegungsvorschläge, nicht als „Prüfung“.
Probieren Sie spielerisch aus, was möglich ist.
Geben Sie sich die Chance, Ihre Wahrnehmung wieder wirklich „wahr“zunehmen – ohne ständiges Bewerten und Kritisieren.
Machen Sie die Bewegungen ohne Anstrengung.
Mit viel Kraft tun wir nur das, was wir sowieso schon kennen. Für Neues brauchen wir Feinheit, nicht Druck.
Wenn Sie eine leichtere Bewegung gefunden haben, können Sie sie später gern auch schneller oder kräftiger ausführen – aber erst dann.
Bewegen Sie sich immer im Rahmen Ihres Wohlbefindens.
Machen Sie es sich so angenehm wie möglich (z. B. mit einer kleinen Kopfunterlage).
Passen Sie die Positionen an sich an – nicht an ein ideales Bild im Kopf.
Wenn eine Bewegung unangenehm oder schmerzhaft ist:
machen Sie weniger,
verkleinern Sie die Bewegung,
suchen Sie nach einem leichteren Weg.
Wenn etwas gar nicht geht, machen Sie die Bewegung zunächst nur in der Vorstellung – mühelos und leicht. Oft wird sie später in der Realität einfacher.
Gewohnheiten sind meist asymmetrisch: eine Seite fühlt sich anders an als die andere, eine Bewegung geht leichter als die andere.
Versuchen Sie nicht, alles „gleich“ zu machen.
Interessieren Sie sich für die Unterschiede – sie erzählen viel über Ihre Muster und sind die Grundlage für Veränderung.
Nach der Lektion:
Spüren Sie bewusst den Unterschied zwischen rechter und linker Seite.
Finden Sie die Unterschiede, die für Sie einen Unterschied machen.
Nutzen Sie die Pausen bewusst.
In der Ruhe kann sich Ihr System neu sortieren – aus der Stille entsteht die nächste Bewegung klarer und leichter.
Verzichten Sie auf starkes Dehnen und Strecken im gewohnten „Fitness-Sinn“.
Verkürzte Muskeln reagieren auf Dehnen oft mit Gegenanspannung.
Geben Sie Ihren Muskeln stattdessen die Chance zu spüren, dass sie nicht arbeiten müssen – so können sie langsam loslassen.
Bleiben Sie neugierig – auf sich, Ihre Bewegungen und kleine Veränderungen.
Staunen Sie ruhig: Wie leicht kann sich eine Bewegung plötzlich anfühlen?
Je interessierter Sie sind, desto tiefer kann Ihr System lernen.
👉 Und das Wichtigste:
Sie müssen nichts „können“, um zu beginnen.
Bringen Sie einfach Ihren Körper, Ihre Neugier und die Bereitschaft mit, sich freundlich zu begegnen.